Multimedia-Projekt: Jüdische Zeitreise: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland″

jüdische Geschichte in Deutschland kommt im Schulunterricht nicht ausreichend vor. Im  Schulunterricht fehlt auch heute die Tiefendimension jüdischer Geschichte. Wir möchten  hier Basiskenntnisse zur jüdischen Geschichte Europas vermitteln. 

Mit diesem Projekt möchten wir aber auch bestehende Vorurteile und Feindschaften gegen  Juden abbauen. Dabei werden wir mit Fotos, Videosequenzen, Animationen und Texten  arbeiten, um die Erfahrungen jüdischen Lebens in seiner Vielfalt zu dokumentieren. Dadurch  wird eine virtuelle Genealogie entstehen, die auch im Unterricht benutzt werden kann. Das  Leben der Juden im heutigen Deutschland wird sichtbar und erlebbar gemacht. 

Durch eine Webpräsentation wird in Zeiten der Pandemie eine Alternative zum  Präsenzunterricht angeboten. 

Das Multimedia-Projekt: ´´1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland´´ ist besonders für  Schulen konzipiert.  

Mit dem Projekt wird ein modern gestalteter Trailer für den Schulunterricht gestaltet.  

Durch acht Stationen soll auf die Jahrhunderte alte Geschichte der Juden auf dem Gebiet  des heutigen Deutschlands aufmerksam gemacht werden, von der Spätantike über das  Mittelalter zur Gegenwart. Jüdisches Leben in seiner Vielfalt, nicht nur die  Verfolgungsperspektive, wird in diesen Stationen angesprochen. Die Schüler sollen  verstehen, weshalb sich ein deutscher Jude 1933 ausgegrenzt und verfolgt fühlte. Der  Trailer baut weiter eine Brücke zur heutigen Situation. 

Die Befindlichkeit der jüdischen Bevölkerung in Deutschland heute ist das abschließende  Thema. Dadurch sollen Schüler sensibilisiert werden, keine Schimpfworte in Bezug auf  Juden zu verwenden und den im Netz kursierenden Verschwörungsphantasien und  judenfeindlichen (etwa im Deutschrap: Farid oder Kollegah) oder rechtsextremen  Vorstellungen Sachinformation entgegenzuhalten. 

Zudem bietet dieses Multimedia-Projekt den Schülern einen Raum, sich zu Wort zu melden  und das Projekt mit eigenen Ideen mitzugestalten.  

Team und Assistenten:  

PD. Dr. Hıdır Çelik, Wissenschaftliche Begleitung des Projektes Leiter der EMFA Integrationsagentur Bonn  

Dr. Uri Kaufmann, Wissenschaftliche Begleitung und Text  

Ulrich Püschmann, Fotografie, Video und Designberatung




Im Kooperation mit der EMFA-Integrationsagentur finden in Bonn gegen Antisemitismus  folgende Aktionen statt.  

Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur stellt  im Rahmen des Antisemitismusprojekts „Wir miteinander gegen Hass und Antisemitismus“  Porträts und Texte zu Antisemitismus in Bonn aus.  

Antisemitismus in Deutschland nimmt wieder zu. Juden in Deutschland haben Angst, ihren  Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen, jüdische Personen und Institutionen werden Opfer  von Angriffen. „Der Einsatz gegen Antisemitismus ist Verpflichtung aller in Deutschland  lebenden Menschen“, äußert sich Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt  Bonn.  

In der Ausstellung „Gemeinsam gegen Hass und Antisemitismus“ beziehen Bonner  Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik Stellung zu Antisemitismus in Bonn  und Deutschland. Ihre einzigartigen Perspektiven rufen nicht nur zum Nachdenken, sondern  direkt zum Handeln auf. Ob in Glaubensgemeinschaften, Schulen, Gedenkstädten oder der  Politik: Antisemitismus darf in Bonn keinen Platz haben. „Wir müssen aufstehen gegen  Rassismus und Antisemitismus“, fordert Dietmar Pistorius, Superintendent des  Evangelischen Kirchenkreises Bonn. „Für vernünftige Menschen – egal welchen Glaubens  oder welcher Herkunft – kann es nur eine Reaktion gegen Antisemitismus und radikales  Gedankengut geben: Gemeinsamer Widerstand! Dazu verpflichtet uns nicht zuletzt das Erbe 

unserer Stadt Bonn als Entstehungsort des Grundgesetzes“, ergänzt Dr. Wolfgang Picken,  Stadtdechant Bonn.  

Die von der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn geförderte und in Kooperation mit der  Jüdischen Gemeinde Bonn kuratierte Ausstellung wird über den Sommer in den Stadtteilen  Bonns auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden.  

Am 17. Juni war die Ausstellung in Tannenbusch auf dem Vorplatz des Tannenbusch-Center  zu besichtigen 

Foto: Hıdır Çelik 

Nächste Termine und Orte sind:  

08. Juli:     Münsterplatz in der Bonner Innenstadt: 15-18 Uhr  11. August:     Theaterplatz in der Fußgängerzone Bad Godesberg: 15-18 Uhr  19. September: Abschlussveranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche im     Haus Migrapolis, Brüdergasse 16-18: 12-14 Uhr

PerspektiveGlobalProjekteMultimedia-Projekt: ″Jüdische Zeitreise: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland″ jüdische Geschichte in Deutschland kommt im Schulunterricht nicht ausreichend vor. Im  Schulunterricht fehlt auch heute die Tiefendimension jüdischer Geschichte. Wir möchten  hier Basiskenntnisse zur jüdischen Geschichte Europas vermitteln.  Mit diesem Projekt möchten wir aber auch bestehende Vorurteile und Feindschaften gegen  Juden abbauen....Interkulturelle Bildung, Gesundheit und soziale Dienste GmbH